Viele Jahrzehnte war die Bruderschaft in sechs Schützenzüge eingeteilt. Das kontinuierliche Wachsen der Schützengemeinschaft nach 1948 erforderte eine Neuorganisation. Im Jahre 1955 wurden zehn Schützenzüge gebildet, und zwar ortsteilbezogen.

Ab 1967 gibt es einen elften Zug für Jungschützen unter achtzehn Jahren. Die durch die Neugliederung weitgehend gleiche Mitgliederzahl von 30 bis 40 Schützen pro Zug entwickelte sich im Laufe der folgenden Jahre sehr unterschiedlich. Heute schwankt die Mitgliederstärke der Züge zwischen 50 und 135 Schützen. Beeinflusst wurde und wird diese Entwicklung durch die Erschließung neuer Baugebiete in einigen Ortsteilen.

Die Idee, den einzelnen Schützenzügen ein auf ihren Ortsteil bezogenes Symbol zu schaffen und es als Ärmelabzeichen an der Schützenjacke zutragen, kam vom Schützenbruder Franz-Paul Quirmbach vom 3. Zug. Es war auch der 3. Zug, der als erster diese Anregung aufgriff und 1977 in die Tat umsetzte. Nach und nach folgten die anderen Züge, so dass in wenigen Jahren alle damit ausgestattet waren. Diese, von den einzelnen Zügen selbst entworfenen Ortsteil-Symbole dienten später als Vorlage für die Kettenglieder der 1984 beschafften Bruderschaftskette, die in einem besonderen Beitrag beschrieben wird.


Rund um die Schützenwiese und im ganzen Dorf flattern an den Schützenfesttagen Fahnen mit den Symbolen der Züge.

"Luisendorf"   Die in gelb dargestellte Ährengarbe und die in silbergrau aufgestickten Wellen sollen auf die Bauernschaft Luisendorf am Millinger Meer aufweisen. Darunter angeordnet ist ein roter Schild mit goldener Lilienhaspel, die mit einem silbernen Herzschild belegt ist, in dem sich neun blaue Kugeln befinden. Dieser Teil ist dem Siegel des ehemaligen Amtes Millingen entnommen und soll die Zugehörigkeit zur Gemeinde Millingen dokumentieren.

(Quelle: www.quirinusschuetzen-millingen.de)